......es sind Situationen, die sich wie Bilder in
unseren Köpfen festsetzen. Bilder die lebhaft für die Augen- und hörbar für den
Verstand sind, sowie gefühlt werden mit ganzem Herzen.
Bilder, die sich
verselbständigen um immer dann auftauchen, wenn sich Situationen wiederholen.
Das Auffinden von schwer verletzten Tieren, das Winseln, Weinen und Schreien
aus Angst und vor Schmerz. Der Anblick von Tieren, die kämpfen und die uns -bei
ihrem Auffinden- fragend anschauen nach dem „Warum“.
Das Zusammenzucken von Tieren, für die unsere vorsichtigen und zarten
Berührungen fremd sind und die aus Angst kaum hörbar atmen. Tiere, die erst
langsam lernen, dass unsere Hände nicht den Menschen gehören, die ihnen Leid
und Qual angetan haben.
Aber auch das unfassbare Glück und die unendliche Dankbarkeit der Tiere, deren
Augen uns offen und treu anblicken und sich tief in unser Herz vergraben. Tiere
die nicht aufgeben, sondern kämpfen auch wenn die Hoffnung kleiner als ein
Funken Licht ist.
Situationen, welche die Menschen im Tierschutz täglich begleiten, machen
Sekunden zu Minuten, und Minuten zu Stunden.
Ein tiefer Seufzer eines geliebten Schützlings macht uns Angst, ein kleiner
liebevoller Blick von ihm macht uns Hoffnung.
Oftmals sind es unvorhersehbare Ereignisse die uns die Kraft
rauben, den Mut nehmen und uns an die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit
bringen.
Ob es Idealismus, der Glaube an das Gute, unendliche Tierliebe und/oder eine
Berufung ist, kann nicht gesagt werden. Es spielt auch keine Rolle, denn im
Vordergrund steht nicht die Frage nach dem „Warum ist man Tierschützer“ sondern
„Warum muss es den Tierschutz geben?“.